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Molino Winkler-Förderpreis

Molino

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Die Molino Winkler in Andalusien

1974 kaufte Woldemar Winkler die alte Wassermühle im Dorf Archez als Ruine. Diese hatte er durch Zufall bei einem Spaziergang während eines Aufenthaltes in Cómpeta, einem Nachbarort entdeckt. Sie liegt an Ende des Dorfes Archez etwa 150 Meter entfernt an einem Gebirgsbach. Dieser führt ganzjährig Wasser und über ein weit verzweigtes Kanalsystem werden die terrassenförmigen Kulturen der Umgebung bewässert. Das Kanalsystem wurde schon zur Maurenzeit angelegt. Ebenso wie Archez sind auch die umliegenden Orte Corumbela, Sayalonga, Canillias de Albaida und der bekannte Weinort Cómpeta maurischen Ursprungs. Typisch sind die dicht gedrängte Bebauung mit verwinkelten und steil ansteigenden Gassen. Das Mittelmeer, die Costa del Sol sind etwa 30 Autominuten entfernt.

Nach jahrelangen Wiederaufbau in Eigenarbeit renoviert, restauriert und eingerichtet, besteht die Mühle aus zwei getrennten Häusern. Diese nutzte er Anfangs als Atelier. Der Ort, die Umgebung und die besondere Atmosphäre haben seine dort geschaffenen Werke besonders geprägt. Den Reiz der Abgeschiedenheit in den andalusischen Bergen wollte er nicht nur seinen Privatschülern ermöglichen. In der Sparkasse Gütersloh fand er einen Partner der die Idee seit Anfang an unterstützt. Sie ermöglicht mit einem Stipendium Studierenden der Universität Paderborn einen mehrwöchigen Aufenthalt unter spanischer Sonne. Somit steht die Mühle seit Mitte der 90ziger Jahre den Studierenden der Fächer Kunst und Textilgestaltung zu Verfügung, um dort künstlerische Projekte zu verwirklichen. In den ersten Jahren unter Anleitung von Woldemar Winkler. Heute haben die Stipendiaten in ihrer Arbeit einen Grad der Selbstständigkeit erreicht, mit dem sie in der Molino ohne Korrektur arbeiten können. Die Ergebnisse der Arbeitsaufenthalte werden in der Sparkassen Galerie Gütersloh im jeweils darauffolgenden Jahr in einer Ausstellung präsentiert.